Archetypen Mann und Frau – Männlichkeit und Weiblichkeit – Symbol der Liebe

Mann & Frau - Symbol der Liebe - Archetypen

Es gibt zwei Geschlechter, Mann und Frau und weil sie verschieden sind, ergänzen sie sich. Wenn man Gegensätzen gegenübersteht, führt der Weg der Liebe nicht zu Konflikt und Trennung (Weg des Hasses), sondern ein grösserer Wert entsteht durch die beiden Gegensätze von Mann und Frau. Männlichkeit (Animus) und Weiblichkeit (Anima) sind paradox und darum zielt es auf einen Durchbruch eines durch die Ich-Form begrenzten Bewusstseins in das Nicht-Ich ähnliche Selbst.

Denn nur das Paradoxe (hetero) vermag die Fülle des Menschen annähernd zu fassen, die Eindeutigkeit und das Widerspruchslose aber sind einseitig (homo) und darum ungeeignet, das Unerfassliche, die Seele auszudrücken.

Archetypen bezeichnet die dem kollektiven Unbewussten zugehörig angenommenen dynamischen Grundstrukturen menschlicher Vorstellungs- und Handlungsmuster. Sie sind definiert als psychische oder Strukturdominanten, die als unbewusste Wirkfaktoren das menschliche Verhalten und Bewusstsein beeinflussen. Ein Archetyp als solcher sei unanschaulich und unbewusst, er sei in seiner Wirkung aber u. a. in Symbolisch erfahrbar, wie beispielsweise in Religion, Träumen, Visionen, künstlerischen Werken, Märchen und Mythen.

Wenn Liebe aufhört, dann beginnt Macht, Gewalt und Terror! Solange wir uns nicht selber ehrlich erkennen, projizieren wir unsere Probleme und die Schattenseite auf andere (Sündenbock). Selbsterkenntnis ist schmerzlich.

 

Mann und Frau - Männlichkeit & Weiblichkeit - Anima und Animus

Mann & Frau - Männlichkeit & Weiblichkeit

Der Unterschied zwischen Mann und Frau ist, dass der Mann Sachen wahrnimmt und die Frau Personen. Dem Mann ist sein Geist heilig und verletzlich und der Frau ist ihr Körper heilig und verletzlich.

Ein Zeichen für die innerliche Integration ist, dass das Männliche es nicht mehr nötig hat, das Weibliche zu entwerten. Und das Weibliche hat es nicht mehr nötig, das Männliche zu bekämpfen. Nur mit einem starken Vater können wir uns von der Mutter abnabeln und frei werden. Wenn man dem Sachverhaltsirrtum von Frau und Mann unterliegt, kommt man in Teufelsküche. Mann und Frau helfen sich gegenseitig die einzelnen Schwächen zu sehen, man hat Rückendeckung. Weil wir gegensätzlich sind, können wir uns helfen.

Mut zur Vollständigkeit der Seele

Nur durch die Liebe des Vaters können wir den Mut zur Vollständigkeit der Seele aufbringen und den eigenen Schatten annehmen. Wenn wir dieses freiwillige Opfer) annehmen, wird das Leben und Sterben einen meditativen und religiösen Charakter annehmen. Der Mittelpunkt des eigenen Lebens wird immer bewusster und aufmerksamer. Allerdings geraten wir bei der Suche nach Vollständigkeit oft aus der Bahn und verfolgen das Ziel der Perfektion (Vollkommenheit). Perfektion ist die Tyrannei des Geistes, die um jeden Preis vermieden werden sollte. In dieser Hinsicht hilft das Weibliche (Anima, Chaos) dem Geist, sich ständig in Demut zu üben.

Die Seele - Anima & Animus

Animus und Anima sind die zwei der wichtigsten Archetypen, also im kollektiven Unbewussten angelegte, von individueller Erfahrung unabhängige unanschauliche Strukturen der Möglichkeiten menschlicher Imagination und Emotionalität. Anima und Animus zeigen sich in Stimmungen und Launen, Begeisterung und Verliebtheit, in Träumen und Mythen. Die (inneren oder äusseren) Bilder von Anima und Animus beim individuellen Menschen können plakativ als „Personifikationen einer weiblichen Natur im Unbewussten des Mannes und einer männlichen Natur im Unbewussten der Frau“ bezeichnet werden. Animus und Anima wie alle Archetypen entfalten von sich aus günstige und ungünstige, helle und dunkle, gute und böse Wirkungen.

Die Seele

Die Bereiche von Anima und Animus wurden als Teile der Seele verstanden. Seele bedeutet die innere, unbewusste Persönlichkeit, einen „abgegrenzten Funktionskomplex“, während unter Psyche die „Gesamtheit aller psychischen Vorgänge, der bewussten sowohl wie der unbewussten“, zu verstehen ist.

Geschlechtlichkeit

Das Unbewusste verhalte sich gewöhnlich komplementär zum Bewusstsein und dieser „Komplementaritätscharakter der Seele betrifft auch den Geschlechtscharakter“, woher die Gegengeschlechtlichkeit von Anima und Animus beim Einzelnen herrühre. Dieser gewisse Ausgleich des Männlichen durch das Weibliche und (andersherum) in der Seele bedeuteten auch, dass „der Mensch seit undenklichen Zeiten in seinen Mythen immer die Idee der Koexistenz eines Männlichen und Weiblichen in demselben Körper ausgedrückt hat“, sodass, wie im Bild vom hermaphroditischen Gott, im Menschen immer auch das andere Geschlecht gegenwärtig sei.


Männlichkeit - Sache & Geist - Zielen

Der Animus ist die männliche Erscheinung und der männliche Funktionsbereich in der Seele der Frau. Der Animus ist eine Art Niederschlag aller Erfahrungen der weiblichen Ahnen mit dem Mann – und nicht nur das: er ist auch ein zeugendes schöpferisches Wesen, ein zeugendes Wort. Wie die Anima ist der Animus eine Brücke zum Unbewussten und kann dieses auch z. B. in Träumen personifizieren. Wie die Anima dem Mann eine Seelenführerin sein kann, so ist der Animus ebenfalls ein Seelenführer, ein Vermittler zwischen Bewusstsein und Unbewusstem und eine Personifikation des Unbewussten.

In der zwischenmenschlichen Beziehung hingegen führen diese Archetypen oft zunächst zu Verwicklungen: „Wenn Animus und Anima sich begegnen, so zückt der Animus das Schwert seiner Macht, und die Anima spritzt das Gift ihrer Täuschung und Verführung“, wobei sich selbst aus diesem ungünstigen Anfang eine Verliebtheit ergeben könne. In der extravertierten Projektion sei der Animus meist problematisch, denn er „gehört nicht in die bewusste Beziehungsfunktion, sondern er sollte die Beziehung zum Unbewussten ermöglichen“, sich nach innen wenden. Da aber in jeder Liebesbeziehung auch Animus und Anima im Spiel sind, sei es besonders wichtig, sich nicht mit den wechselseitigen Projektionen zu identifizieren, erst dann werde eine bewusste Auseinandersetzung mit diesen inneren Kräften möglich

 Archetyp

Wie die Anima auch in der Muttererfahrung gründet, so der Animus in der Vatererfahrung: „Wie die Anima dem mütterlichen Eros entspricht, so der Animus dem väterlichen Logos.“ Der Animus ist etwas wie eine Ansammlung von Vätern und sonstigen Autoritäten, die ex cathedra unanfechtbare, ‚vernünftige‘ Urteile aufstellen. Der Animus zeigt eine Affinität zum Archetyp des Helden (Heldengestalt, Heldenjüngling), der Kraft und Orientierung zu grossen Leistungen bieten kann.

Im deutlich negativen Aspekt ist er wie ein Zauberer, eine negative Vaterfigur oder ein männlicher Dämon. Als negative Wirkung kann der Animus sogar wie ein Todesdämon wirken, der die Frau von allen realen Beziehungen fernhält und aus der diesseitigen Welt wegzieht. Eben wie jeder Archetyp, kann der Animus sowohl positiv als auch negativ wirken. Im Positiven kann er ein motivierender und vermittelnder Faktor für intellektuelle Tätigkeiten und geistige Entwicklungswege in Beziehung zum Unbewussten sein.

Der Animus tritt als männliche Figur in den Träumen von Frauen zum Beispiel als mysteriöser und faszinierender Liebhaber auf, als Vaterfigur, Pastor, Professor, als Prinz, Zauberer usw. Im Märchen manifestiert sich der Animus zum Beispiel als Prinz, als König Drosselbart oder Blaubart.

Entwicklungsstufen

Wie die Anima Launen, so bringt der Animus Meinungen hervor. Die Animusmeinungen haben sehr häufig den Charakter von soliden Überzeugungen, die nicht leicht zu erschüttern, oder von Prinzipien, die anscheinend unantastbar gültig sind; bzw. einen Meinungsteufel in allen möglichen Gestalten verkörpern. In solchen Fällen sei es wichtig, die unbewussten Voraussetzungen, also den Animus dahinter, zu analysieren. Gemeinplätze, die unhinterfragt von Vaterfiguren übernommen werden (z. B. „Da kann man nichts machen.“), sind Hinweise auf einen unreflektierten Animus.

Selbstverständlich wird der Animus ebenso häufig projiziert wie die Anima. Für die Projektion geeignete Männer sind entweder lebende Nachbilder des lieben Gottes oder verkannte Neuerer. Unterschiedliche eigene Ideale von Männlichkeit werden von Frauen auf Männer projiziert. Eine Animusbesessenheit kann Frauen auch dazu bringen, für die irrsinnigsten Ideen ihr Leben zu opfern (so wie Männer für manch eine Gefühlsergriffenheit ihre Familie zerstören oder Kriege beginnen).

Nun sind bei weitem nicht alle Inhalte von Anima und Animus projiziert. Viele davon treten spontan in Träumen usw. auf, und noch mehr können durch die sogenannte aktive Imagination bewusstgemacht werden. Doch könnten zwar viele Inhalte derselben, doch niemals die Archetypen an sich bewusstgemacht werden.

Als typische Entwicklungsstufen des Animus bei der Frau beschrieb Marie-Louise von Franz:

  • der ganz körperliche Mann (z. B. Tarzan oder ein Sportheld)
  • der romantische Mann (z. B. ein Musiker oder Dichter)
  • der Mann der Tat (z. B. ein Kriegsheld)
  • der „Träger des Wortes“ (z. B. ein grosser politischer Redner)
  • der weise Führer zu geistiger Wahrheit (z. B. verschiedene religiöse Führer)

Für was lebe ich und wofür gebe ich meinen Geist? Was will ich wirklich? Wo und bei wem ist der Geist des Mannes sicher?

Animus - Kopf

  • Sachlich
  • Geistlich
  • Rational
  • Bewusstsein
  • Öffentlich
  • Visuelle
  • Hierarchisch
  • Risiko
  • Vorsicht (wortwörtlich)
  • Einzelgänger
  • Mitgefühl
  • Erziehung
  • Langfristig

Männer

Beschützt den Körper der Frau und helft ihr die Sache zu sehen!

Blinder-Fleck

Da man auf die Sache und den Geist fixiert ist, übersieht man oft die Person und den Körper! Perfektionistisch. Es geht auch darum, in sich die weiblichen Seelenanteile (Anima) zu integrieren. Wenn der Mann die Anima verdrängt, wird er launisch und von seinen Launen beherrscht.

Ur-Angst

Impotenz & Kastration (Geistige Vergewaltigung)

Der Mann

Die Frau

Anima - Person & Körper - Lust maximieren Unlust miniminieren

Die Anima ist die weibliche Erscheinung und der weibliche Funktionsbereich in der Seele des Mannes, zugleich seine Brücke zum Unbewussten insgesamt. Verliert also ein Mann den Kontakt zu seiner Anima, verliert er damit „den Zusammenhang mit dem kompensierenden Unbewussten überhaupt. In einem derartigen Falle pflegt das Unbewusste Emotionen unverhältnismässiger Natur zu produzieren, wie Gereiztheit, Unbeherrschtheit, Überheblichkeit, Minderwertigkeitsgefühle, Launen, Depressionen, Zornausbrüche und dergleichen.

Für wen lebe ich und wem gebe ich meinen Körper? Was brauche ich wirklich? Der Bauch kennt keine Moral und folgt dem Prinzip die Lust zu maximieren und die Unlust zu minimieren. Das Gegensätzliche gleichzeitig.

Wo und bei wem ist der Körper der Frau sicher? Beim Vater, beim Ehemann, bei Kindern, bei Alten, bei Kranken und bei Behinderten.

Archetyp

Jeder Mann trägt das Bild der Frau von jeher in sich, nicht das Bild dieser bestimmten Frau, sondern einer bestimmten Frau. Dieses Bild ist im Grunde genommen eine unbewusste, von Urzeiten herkommende und dem lebenden System eingegrabene Erbmasse. Die Anima gründe auch in der „Mutter alt und jung, Demeter und Persephoneia, und der Sohn ist Gatte und schlafender Säugling in einem. Nicht nur als Bild der Mutter und der „Mutter-Geliebten“, „sondern auch der Tochter, der Schwester und der Geliebten, der himmlischen Göttin und der chthonischen Baubo, überall allgegenwärtig als altersloses Bild“, beschrieb C.G. Jung die Anima als Archetyp des Weiblichen.

Sie tritt, wo sie erscheint, in Träumen, Visionen und Phantasien, personifiziert auf. Die Projektion der Anima auf eine reale Frau wird oft ein störender Faktor in Beziehungen, weil der Mann dann von einer Frau erwartet, die Verkörperung eines inneren Bildes des Weiblichen zu sein (weswegen Männer manchmal eine Frau für „meine Göttin“ halten). Auch die wunderhübschen „Nymphen und Dryaden“ seien „Animaprojektionen, wenn es sich um männliche Aussagen handelt.

Entwicklungsstufen

Die Anima ist eine bipolare Figur und kann daher bald positiv, bald negativ erscheinen; bald alt, bald jung; bald Mutter, bald Mädchen; bald gütige Fee, bald Hexe; bald Heilige, bald Hure. Als typische „Entwicklungsstufen“ der Anima beim Mann beschrieb Marie-Louise von Franz:

  • Die „primitive“, sinnlich anziehende Frau (Eva)
  • die romantisierte Schönheit  (Helena)
  • der spiritualisierte weibliche Eros (Jungfrau und Gottesmutter Maria)
  • weiblicher Geist und Weisheit (Sophia).

Die Rolle der Anima als Führerin nach innen, schrittweise immer weiter durch die unbewussten Räume, wird besonders deutlich durch die Beatrice in der Göttlichen Komödie von Dante gezeigt. Bei Jungen erscheint die Anima zunächst in Gestalt des Mutterarchetyps. Die Ablösung der Anima vom Mutterbild ermöglicht dem Mann dann Beziehungen ausserhalb des Sohn-Mutter-Modells und stellt einen zentralen Entwicklungsschritt dar.

Anima wird von der Kirche aus einer älteren Tradition heraus mit Seele und mit Leben übersetzt. Die Anima ist im mystischen Erleben die Jungfrau, die um den Geist freit, im Märchen die Prinzessin oder das Aschenputtel, das dem König oder Prinzen angetraut wird (Vereinigung der Gegensätze – Chymische Hochzeit).

Weiblichkeit - Bauch

  • Persönlich
  • Körperlich
  • Emotional
  • Unbewusstsein
  • Privat
  • Haptisch
  • Heterarchisch
  • Sicherheit
  • Rücksicht
  • Sozial
  • Mitleid
  • Betreuung
  • Kurzfristig

Frauen

Beschützt den Geist des Mannes und helft ihm die Person zu sehen!

Blinder-Fleck

Da man auf die Person und den Körper fixiert ist, übersieht man oft die Sache (Kontext) und den Geist! Narzisstisch. Es geht auch darum, in sich die männlichen Seelenanteile (Animus) zu integrieren. Wenn die Frau den Animus verdrängt, zeigt sie sich oft in nicht mehr hinterfragbaren Meinungen.

Ur-Angst

Von einem Mann totgeschlagen zu werden - Körperliche Vergewaltigung

Persona

Persona - Licht & Schatten

Als Persona wird die nach aussen hin gezeigte Einstellung eines Menschen bezeichnet, die seiner sozialen Anpassung dient und manchmal auch mit seinem Selbstbild identisch ist.

Persona ist aber, wie ihr Name sagt, nur eine Maske der Kollektivpsyche, eine Maske, die Individualität vortäuscht, die andere und einen selber glauben macht, man sei individuell, während es doch nur eine gespielte Rolle ist, in der die Kollektivpsyche spricht.  Sie ist ein Kompromiss zwischen Individuum und Sozietät über das, ‚als was einer erscheint. (C.G. Jung)

Der Begriff bezeichnet also denjenigen Teil des Ichs, der für ein „normales“, sozialverträgliches Verhalten des Individuums gegenüber seiner Umwelt sorgt – und insofern wie die Persona gerne „das Ich“ zu sein vorgibt, kann sie auch als ein „falsches Ich" gedeutet werden. Die Eigenschaften der Persona werden daher hauptsächlich durch Anpassung bzw. Übernahme gesellschaftlich (oder subkulturell) erwünschter Vorstellungen (Kollektives Unbewusstes) erworben.

 Verlust von Individualität

Anpassung aber erfolgt häufig zu Lasten der Individualität. Die Gefahr der zu starken Anpassung an soziale Gegebenheiten bringe das Individuum in die Gefahr des Konfliktes mit dem unbewussten individuellen Teil seiner Psyche, dessen sozial unvorteilhaft erscheinende Bereiche oft im „Schatten“ relativer Unbewusstheit gehalten werden. Somit steht das Ichbewusstsein typischerweise zwischen den Polen seiner „hellen“ Persona und seines „dunklen“ Schattens. Die Persona ist eine Art Kleidung des Ichs, welche sowohl der dahinter verborgenen Individualität einen Schutz bietet als auch eine Ausgangsbasis für normale (situativ konventionelle) Kommunikation bietet.

Chancen Gefahren

Jung beschrieb die Chancen und Gefahren des seelischen Prozesses, wenn die konventionelle Persona durch aus dem Unbewussten hervorbrechende Inhalte demontiert wird. Die „Entfesselung der unwillkürlichen Phantasie“ bringe ein Gemenge individueller und kollektiver unbewusster Inhalte zu Tage. Dies könne entweder eine heilsame Persönlichkeitsveränderung bewirken oder ein völliges Aufgehen der Menschen in Massenbewegungen.

Schutzfunktion

Die Persona hat also, positiv gesehen, eine doppelte Schutzfunktion:

    • Sie kann ein empfindliches Innenleben vor Übergriffen und Entwertung durch andere Menschen schützen.
    • Und sie kann andere Menschen vor Gefahren (z. B. sexueller oder politischer Gewalt) schützen, indem potenzielle Täter ihre destruktiven Impulse zwecks Wahrung der Persona (also hier z. B. des guten Rufes und der sozialen Stellung) unterdrücken.

Umgekehrt kann im positiven Falle die Aufgabe einer gesellschaftlich definierten Persona einem Menschen dabei helfen, sein inneres Leben konstruktiv zu verwirklichen.

Der Weg der Liebe und des Guten - Weg des Herzens und Gewissens - Freier Wille

Der Weg der Liebe (Weg des Herzens) führt zu einem grösserer Wert durch die beiden Gegensätze von Mann und Frau. Der freie Wille liegt im Herzen zusammen mit dem Gewissen (Moral) und kann so zwischen Bauch und Kopf situativ richtig entscheiden.

Weg der Liebe - Weg des Herzens

Weiblichkeit - Bauchgefühle - Unlust vermeiden - Lust maximieren

Emotionen, Gefühle, Triebe, Unlust vermeiden, Lust maximieren, Angstgetrieben, Gier, keine Moral, Kurzfristig:

Mensch die nur nach ihren Gefühlen gehen, gehen immer in die Irre. Der Bauch interessiert sich nicht für die Wahrheit, das Gute, Logik, das Massvolle und die Moral. Aber der Bauch ist nützlich, denn Lust maximieren heisst, der Bauch zieht uns dorthin, wo uns etwas prinzipielle gut tut. Unlust vermeiden ist das zweite wichtige Prinzip, denn der Bauch erschreckt von dem, was uns nicht gut tut. Die stärkste Form der Unlust Vermeidung ist Angst.

Bauchgefühle widersprechen sich oft gleichzeitig und er denkt nur kurzfristig. Der Bauch sucht kurzfristige Befriedigung.

Männlichkeit - Kopf - Vernunft - Zielgerichtet

Die Vernunft ist die Fähigkeit die Bauchgefühle und die Welt zu analysieren. Die Vernunft denkt langfristig. Um später ein Ziel zu haben, muss ich jetzt was machen, was mir keine Lust bereitet. Ein zielgerichtetes Handeln, wo der Kopf gegen den Bauch gewinnt. Das sich der Bauch irren kann, braucht es eine zweite Instanz: Die Vernunft.

Die Vernunft ist das genaue Gegenteil von den Bauchgefühlen. Die Vernunft hat aber einen grossen Nachteil, sie reduziert die Wirklichkeit auf einen engen Bereich. Die Vernunft ist sehr beschränkt, weil wir von äusseren Umständen abhängen. Wir können uns aber entscheiden, von was und wem wir uns beeinflussen lassen.

Ich wähle aus, was mich beeinflusst! Die zweite Schwäche der Vernunft ist, dass wir nur das erkennen können, was wir erkennen wollen!

 

Weg der Liebe - Weg des Herzens

Herz - Entscheidungsmitte des Menschen - Freier Wille

Bauch und Kopf und in der Mitte ist das Herz. Das Herz ist die Entscheidungsmitte des Menschen. Das Herz hört sich an, was der Bauch sagt und fragt dann den Kopf, was er dazu meint. Und dann muss das Herz eine Entscheidung fällen. Das Herz hat also diese zwei Beraten, der Bauch und der Kopf. Das Herz stellt sich nun die Frage, ob es Gut ist oder Schlecht!

Frauen sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht, und Männer sehen keine Bäume!

 

Das Herz fragt sich, ob diese Entscheidung meinen Werten entspricht:

  • Und dazu braucht es den freien Willen, sonst könnte das Herz keine Entscheidung treffen. 
  • Die Werte! Werte sind wichtiger je näher sie am Wahren, Guten und Schönen sind.
  • Das Gewissen! Das Gewissen überprüft meine Handlungen und vergleicht sie mit meinen Werten.
  • Die Tugenden! Die Werte wenn sie langsam verinnerlicht werden. Die Leichtigkeit im Tun des Guten. Die Tugenden werden zum Bauchgefühl. Das heisst; die Wahrheit sagen macht Lust und lügen mach Unlust.
  • Das innere Heiligtum! Religion, Teil eines grösseren Ganzen zu sein, d.h. ein Sinn, dass es etwas grösseres gibt, als ich selbst! Ein Dienst an einer Sache, Hingabe!

Ganz er, selbst, wird er, wo er sich übersieht und vergisst! (Viktor Frankl)

Das Herz muss offen für die Wahrheit sein. Es kann sich aber selber auch Denkverbote geben und dann geht man der Schuld aus dem Weg und fällt zurück in den Bauch (Unlust vermeiden).

  • Verhärtetes Herz
  • Schwaches Herz
  • Starkes Herz

Die Hingabe macht glücklich und Liebe tut weh. Leistung des Herzens:

  • Dankbarkeit
  • Gelassenheit
  • Demut, die Fähigkeit sich selbst zu sehen, wie es der Wirklichkeit entspricht.
  • Vergebung
  • Reue
  • Barmherzigkeit & Güte
  • Dienst

Weg der Liebe - Weg des Herzens

Familie als Vorbild - Je heiliger die Ehe und Familie, desto heiliger das Volk!

Dort wird die Saat ausgestreut, welche später aufgeht und zum Glück oder Fluch eines Volkes wird. Dort wird die zügellose Begierde in gottgewollte Bahn geleitet, als Bewährung von Liebe und Treue bis zum Tod. So gross muss diese Liebe und Treue sein, wie Christus die Kirche liebt und sie nie verlässt.

Gesunde Familie = Gesunde Individuen = Gesunde Gesellschaft = Gesunder Staat

Gebe Gott unserem Volk gute Väter und Mütter und durch sie heilige, treue und wackere Familien! Sie sind die Gewähr einer besseren Zukunft und das stärkste Festungswerk der seelischen Gesundheit unseres Volkes.

Am erfolgreichsten und darum am glücklichsten sind immer noch, auch heute noch, die Eltern und Erzieher, die wirklich von Gott her und mit dem Glanze göttlicher Sendung zu ihren Kindern kommen. Das Kind weiss nicht, was recht ist, aber wir sollen es wissen, dafür hat Gott unvernünftige Kinder in die Hände vernünftiger Eltern gelegt.

Heiliges Ehepaar - Mystiker Bruder Klaus & Dorothea

Die Familie von Bruder Klaus und seiner Frau Dorothea ist ein wahres Vorbild. Das Ehepaar hilft sich gegenseitig in den Himmel, denn beide verstehen die göttliche Ordnung und die gesunden Bedürfnisse von Mann und Frau. Das Ehepaar unterstützt sich gegenseitig und zieht am gleichen Strang. Wenn die Hierarchie nicht verstanden und gelebt wird, kann die Familie nicht funktionieren.

  • Gott
  • Mann / Frau
  • Kinder
  • .... (lange nichts)
  • .....
  • Eltern / Schwiegereltern
  • Verwandtschaft / Freunde
Heilige Ehepaar - Bruder Klaus und Dorothea
Der intelligente Heide irrt In der vaterlosen Gesellschaft ziellos umher

Der Intelligente Heide - Vaterlose Gesellschaft

Die Tragödie unserer Zeit besteht darin, dass wir in einer vaterlosen Gesellschaft leben. Und so viele Menschen nicht mehr an die symbolische Sprache glauben. Der intelligente Heide ist ein Muttersöhnchen, er irrt In der vaterlosen Gesellschaft ziellos umher. Er weiss viel, versteht aber nichts mehr und verfällt der Tyrannei (Selbstverliebtheit) des Körpers (Narzissmus) oder des Geistes (Perfektionismus). Er identifiziert sich nur mit dem Körper oder mit dem Geist und ist somit unfähig zu lieben, weil im das Grössere Ganze fehlt. Der intelligente Heide betet die Ideologie der Gleichstellung und Ignoranz an. Er ist emotionslos, gleichgültig und kalt. Ihm fehlt die Agape, die göttliche, schenkende Liebe, die Hingabe, das Dienen.

In einer Gesellschaft ohne Initiationsriten für die Männer bleiben die Männer in der Abhängigkeit der Mutter. In einem soziologischen Matriarchat sind die Frauen glückliche dicke Huren, welche die Männer herumkommandieren. Und die Männer sind dünne, unterwürfige und nervöse Muttersöhnchen, welche die Felder bearbeiten und die Arbeit für die Frauen verrichten. Reichtum, Triebwelt, Sexualität und irdisches Glück blühen auf. Aber es gibt überhaupt keine geistigen Errungenschaften, eine Welt der völligen Dummheit. (Marie-Louise von Franz)