Die fünf Hindernisse verdunkeln das wahre Selbst und hindern einem an der Selbstschau!

Die fünf Hindernisse verdunkeln das wahre Selbst und hindern einem an der Selbstschau.

  • Dem sinnlichen Begehren steht Entsagung gegenüber. Sinnliches Begehren ist die Befriedigung an, das Sichverlieren in, oder das Sicherfreuen an irgendetwas Angenehmen, das den Geist lockt und fasziniert und sein Strahlen verdunkelt. Es ist wie rote Farbe, die in klares Wasser geschüttet, dem Wasser seine Klarheit nimmt, so dass man die Dinge am Grund nicht mehr erkennen kann.

 

  • Das Übelwollen steht dem Wohlwollen gegenüber. Ein Geist mit Übelwollen ist von Ärger angekränkelt, und das äussert sich in Form von Ablehnung, Verweigern, Unzufriedenheit, Widerwillen, Gereiztheit und ähnlichen solcher unerwünschten Zustände. Im Zustand des Übelwollens ‚kocht‘ der Geist und ist deshalb nicht klar, wie Wasser, wenn es kocht, nicht länger klar ist und man die am Grund liegenden Dinge nicht länger erkennen kann.

 

  • Mattheit steht der Wahrnehmung von Licht gegenüber. Sie ist hier gleichbedeutend mit Apathie, Schläfrigkeit und Langeweile. Der Geist, der von diesem Hindernis überwältigt wird, verliert sein Strahlen gerade so wie reines Wasser seine Klarheit verliert, wenn es so von Algen durchzogen und überwuchert ist, dass man die Dinge am Grund nicht mehr erkennen kann.

 

  • Die Ruhelosigkeit steht der Unerschütterlichkeit und Ausgeglichenheit gegenüber. Ruhelosigkeit und heisst hervorbrechen, ausbreiten, verstreuen. Es geht um die sich ausbreitenden Gedanken als Ergebnis übermässigen Interesses an etwas oder jemand. Es sind Sorgen oder ein Sich-unwohl-Fühlen. Der Geist, der von diesen beiden Komponenten überwältigt, aufgewühlt oder erschüttert wird, ist seiner Klarheit genauso beraubt, wie bei vom Wind aufgepeitschtem Wasser die vielen Wellen verhindern, dass man die am Grund liegenden Dinge erkennen kann.

 

  • Dem skeptischen Zweifel steht das Urvertrauen und die Zuversicht gegenüber. Negative oder düstere Erwartungen werden durch das Wasser in dunkelster Nacht symbolisiert.

 

Kontemplation - Fünf Hindernisse

Das Wesen des Geistes ist strahlend klar und offen. Indem ich seine dreifache Natur - Klarheit, Offenheit und Gewahrsein - erkenne, Gehe ich ganz natürlich in der unveränderlichen Wirklichkeit auf. Hier gibt es keine Berechnung, ob die Meditation gut oder schlecht ist. Dieser natürliche Geist ist glücklich. (Milarepa)

 

Meditationszentrum

Hier finden Sie mehr Informationen zur monatlichen Meditationswoche im Honora Zen Kloster.

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